Astronomie - Wir sind nicht allein

Die Astronomie zählt für mich zu den aufregendsten Dingen in unserer Welt, die alleine schon durch die unvorstellbaren Dimensionen und Größen im Raum eine Faszination ausüben, der man sich nur sehr schwer entziehen kann.

So ist es doch nahezu unglaublich, dass unsere Sonne (übrigens ein ausgesprochen durchschnittlicher Stern im Universum) pro Sekunde ca. 4,2 Mio. Tonnen an Masse verbrennt (das ist das 15-fache Gewicht des Empire-State-Buildings).  Trotzdem hat sie in den rund 4,5 Milliarden Jahren ihres Bestehens erst etwa 3 Promille an Masse verloren hat.M83

Bei allem Interesse für die Astronomie, musste ich allerdings doch einsehen, dass es ein irrsinnig schwieriges Gebiet ist (immerhin werden chemische, physikalische und mathematische Voraussetzungen gefordert, die ich leider nicht erfüllen kann. Hinzu kommt, dass mit den bescheidenen finanziellen Mittel, die mir zur Verfügung stehen , kaum nennenswerte Beobachtungen durchgeführt werden können.

So beschränken sich meine astronomischen Beobachtungen auf ein fassungsloses mit offenem Mund gegen den Himmel Starren und einer grenzenlosen Ehrfurcht vor der Natur.

Observatorium auf Teneriffa

Eta Carinae und der Schlüsselloch-Nebel

Der zentrale Teil des Nebels um Eta Carinae (NGC3372 auch Schlüsselloch-Nebel genannt), der den Stern Eta Carinae umgibt. Er besteht aus leuchtendem Wasserstoffgas, das von dunklen Staubstreifen durchzogen ist. Der Nebel ist rund 8.000 Lichtjahre von unserem Sonnenstystem entferntEta Carinae

Helix-Nebel (NGC 7293)

Das grünliche Leuchten des mittleren Bereichs stammt von ionisiertem Sauerstoff, das äußere Rot von Stickstoff und Wasserstoff. Der Helix-Nebel ist etwa 400 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt; das ist 100 mal weiter als der nächste Stern.Helixnebel

Orion Nebel

Diese mit einem 4-Meter Teleskop gewonnene Aufnahme überdeckt am Himmel ca. 1,5 Grad x 1 Minute. Der Nebel ist rd. 1.600 Lichtjahre entfernt und durchmisst 15 Lichtjahre. Er besteht aus turbulentem, ionisiertem Wasserstoff- und Heliumgas sowie aus Staub. Dieses Gemisch wird vom ultravioletten Licht junger, heißer Sterne zum Leuchten angeregt. Der Nebel gilt als potentielle Geburtsstätte neuer Sterne und ist relativ leicht (schon mit einem Feldstecher, aber natürlich dann nicht in Farbe) in den Monaten Jänner bis März zu entdecken. Orionnebel

Pferdekopfnebel

Pferdekopfnebel

Dieser Dunkelnebel ist eines der bekanntesten astronomischen Objekte. Er befindet sich ebenfalls im Sternbild Orion (im übrigen mein Lieblingssternbild), ist aber (weil sehr lichtschwach) nicht sehr einfach zu beobachten.Konusnebel

Konus-Nebel

Er ist der sichtbare Teil einer großen Wolke Wasserstoff und Staubteilchen im Sternbild Einhorn

TrifidnebelTrifid-Nebel M20 im Sternbild Schütze

Mit einem Durchmesser von ca. 40 Lichtjahren enthält der Nebel genug Gas um einige tausend Sterne zu bilden. In einigen Teilen des Nebels ist die Staubkonzentration so hoch, daß das leuchtende Gas verdeckt wird und die drei dunklen Streifen entstehen, denen der Nebel seinen Namen verdankt.

Auch Atheisten müssen einmal dran glauben

Spiralnebel M83

Knapp vor Ende dieser Seite noch mein absoluter Lieblingswitz (mit astronomischem Bezug):

Sherlock Holmes und Dr. Watson machen einen Campingurlaub. Eines Abends sitzen sie um das Lagerfeuer und trinken mehrere Flaschen Rotwein. Schon ziemlich angetrunken ziehen sie sich in das gemeinsam Zelt zurück und schlafen ein.

Mitten in der Nacht erwacht Holmes plötzlich, greift zum Schlafsack von Dr, Watson hinüber und weckt seinen treuen Gefährten: "Sagen Sie, Watson. Wenn Sie nach oben schauen, was sehen Sie?"

Watson blickt kurz nach oben und sieht danach Holmes an: "Ich sehe tausende Sterne, Holmes."

"Und was, Watson, sagt Ihnen das?"

"Astronomisch betrachtet: Das sind Millionen von Galaxien und Milliarden von Planeten. 

Astrologisch betrachtet: Der Mond steht im Löwen. 

Theologisch betrachtet: Gott ist allmächtig und wir sind klein und unbedeutend. 

Metereologisch betrachtet: Es wird morgen ein schöner Tag.

Und chronologisch betrachtet: Es ist ca. 2 Uhr 30 Morgen.

Aber sagen Sie mir, was sagt es Ihnen, Homes?"

"Irgendjemand hat uns in der Nacht das Zelt gestohlen!"

Europäische Südsternwarte

Kuffner Sternwarte